Panenský Týnec – Das Kronjuwel der Kraftplätze

In einem kleinen romantischen Waldhain erblickt der Besucher die stolzen Überreste der immer wieder niedergebrannten und nie ganz vollendeten gotischen Hallenkirche von Panenský Týnec. Dieser Ort gilt mit Recht als der kraftvollste energetische Hotspot in ganz Tschechien. Wollte man ein geomantisches Ranking der tschechischen Kraftplätze aufstellen, wäre dieser Ort definitiv auf dem 1.Platz.

Panenský Týnec - Erleuchtung - Foto Ralf Lemke 2015Panenský Týnec fesselte die Menschen schon in der Frühgeschichte und zog sie wie ein riesiger Magnet mit seiner wundersamen magischen Ausstrahlung zu sich.  So wurde diese magische Stätte bereits von Kelten als Heiligtum genutzt. Als die Germanen und später die vorchristlichen Slawen die Vorherrschaft in der Region erlangten, erkannten auch sie die mächtige und heilsame Kraft dieses Ortes und machten ihn zu ihrer heiligen Stätte. Die Ruine des gotischen Sakralbaus steht also auf den Überresten eines viel älteren und bedeutenderen heidnischen Hochheiligtums, dessen Struktur das energetische Potenzial des Ortes auch heute noch vervielfacht. 

Erstmals wird der Ort am Königsweg von Prag, damals noch mit dem Namen Týn, im Jahre 1115 in klösterlichen Unterlagen urkundlich erwähnt.

In den 80er Jahren des 13.Jahrhunderts wurde, im dann bereits als Týnec bezeichneten Ort,  ein eigenes Kloster durch den Burgherren von Žirotín, als Dank für wundersame Heilung seiner Frau durch die Heilige Anežka Česká, gestiftet. Anežka Česká (Hl. Agnes von Böhmen) verbrachte dann auch ihren Lebensabend an diesem magischen Kraftort. Interessanterweise entstammte auch sie der Blutlinie der Hexenkönigin Libuše.

Osecký lekcionář [Public domain], via Wikimedia CommonsDas Kloster wurde den „Schwestern der jungfräulichen Reinheit“ vom seraphischen Orden (Klarissen-Orden) übergeben und so wurde aus Týnec das „Jungfräuliche” Týnec (Panenský Týnec).

Bereits 1382 brannte das Kloster aus und mit dem Wiederaufbau begann auch der Bau an der dreischiffigen Hallenkirche, deren Überreste wir heute noch als Ruine vorfinden. An dieser Stelle sollen auch die Gebeine der Heiligen Anežka Česká ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Es heisst, dass die heilenden Kräfte des Ortes, insbesondere innerhalb des Sakralbaus, durch diese Grablegung nochmals verstärkt wurden.

1420 verlegten die Schwestern des seraphischen Ordens sogar ihren Hauptsitz in das Heiligtum.

Während der Hussitenkriege (1419-1436) machte die Klosteranlage erneut Bekanntschaft mit dem Feuer, denn es wurde geplündert und gebrandschatzt. Erst 1443 begann man mit dem Wiederauf.

Im Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) brannte dann gleich das ganze Städtchen nieder, so dass das Kloster ein weiteres mal zum Opfer der Flammen wurde. Daraufhin hatten die Ordensschwestern genug und verlegten den Ordenssitz wieder nach Prag. 

1722 brannte die gotische Hallenkirche ein letztes Mal nieder und man gab das Unterfangen dort eine Kirche errichten zu wollen auf.

Als mir die Geschichte der Kirche der Hl. Dreifaltigkeit in Panenský Týnec das erste Mal vor Ort erzählt wurde, konnte ich mich des Eindruckes nicht erwehren, dass dieser Platz entweder die Okkupation durch den christlichen Sakralbau mit aller Regelmäßigkeit durch Feuer abschüttelte oder es möglicherweise auch generell keine gute Idee ist auf energetischen Brennpunkten der höchsten Klassifizierung ein Gebäude aus entzündlichem Material zu errichten.

Panenský Týnec - Portal - Foto Zuzana Pizzileo 20191782 wurde das Kloster von Joseph II. endgültig aufgelöst und 15 Jahre später zu einem Schloss umgebaut. Hierbei wurden die Gebeine, der ebenfalls dort beigesetzten Stifterfamilie der Herren von Žerotín umgebettet und sollen unter der Schlosstreppe vergraben worden sein. Seitdem wird der Geist des Herren Plichta von Žerotín, den diese rüde Tat nicht zur Ruhe kommen ließ, immer wieder gesichtet und soll bis heute auf dem Areal umherirren.
Die Atmosphäre des Ortes ist jedoch durchweg angenehm und kann sogar als extrem  wohltuend wahrgenommen werden. Feinfühlige Menschen können die Ausstrahlung der positiven Erdenergien aufgrund ihrer besonderen Stärke oft bereits spüren, wenn sie sich dem Areal nähern.

Die Energetik soll beflügeln, optimistisch stimmen, die Lebenslust steigern und zur Problemlösung inspirieren.

Immer wieder gibt es auch Berichte über Heilungen schwerer Erkrankungen, insbesondere im Bereich des Kopfes, die die Betroffenen auf ihren Aufenthalt in Panenský Týnec zurückführen.

Panenský Týnec - Altarraum - Foto Ralf Lemke 2015Ich selbst habe Panenský Týnec bereits mehrmals besucht und den Ort immer als eine regelrechte Energietankstelle erlebt. Ich empfehle unbedingt genügend Zeit zum Verweilen mitzubringen, um an der Energetik des Ort wirklich partizipieren zu können. Im Inneren der Ruine sollte man mindestens 20-30 Minuten bleiben und die verschiedenen energetischen Zonen für sich erkunden. Auch für den Aufenthalt in dem kleinen Hain, der die Ruine umgibt, sollte man mindestens noch mal die gleiche Zeit einplanen. Sei es für eine Meditation oder ein kleines Picknick. Bitte denkt aber daran, die Menschen, die an diesem Ort Heilung suchen und sich nach Innen wenden wollen, nicht zu stören und tut es ihnen am besten gleich. Kraftorte sind für alle da, aber definitiv keine Partyzone und auch kein Kaffeehaus!

Die energetische Zonen im Inneren der Kirche bilden eine Kreuzform und wurden von verschiedenen Geomanten vermessen und bestätigt. Die Zone am oberen Ende des Kreuzes verstärkt meditative Erfahrungen und es empfiehlt sich, wenn möglich, eine entspannte sitzende Position einzunehmen. Die mittlere Zone konzentriert die heilenden Energien und man sollte sie im Stehen, mit leicht gespreizten Beinen und die Arme gen Himmel gestreckt, auf sich wirken lassen. Die dritte Zone am unteren Ende ist der energetische Hotspot, an dem wir unsere feinstofflichen Batterien aufladen können. Achtung, es kann aber auch zu viel werden! Dann werden die meisten Menschen unruhig und verspüren Bewegungsdrang. Der Ort ist jedoch so stark, dass selbst wenn man nur zwanzig Minuten im Inneren der Ruine an Wand gelehnt dasteht, die Wirkung noch Stunden später anhält. 

Panenský Týnec - Energetische Karte - Zuzana Pizzileo 2019

Da in der Ruine auch regelmäßig Trauungen vorgenommen werden, die meist am Wochenende am späteren Vormittag oder frühen Nachmittag stattfinden, sollte man diese Zeiten für seine energetischen Experimente in der Ruine eher vermeiden.

Im ehemaligen Kloster gibt es einen kleinen Kiosk mit Bänken und Tischen im Freien, an dem man sich bei Bedarf versorgen kann.

GPS-Koordinaten Parkplatz: 50°17’43.8″N 13°54’58.7″E

GPS-Koordinaten der Ruine: 50°17’46.0″N 13°55’00.3″E

Quellen:

Městys Panenský Týnec – Nedostavěný gotický chrám Panny Marie se zvonicí
Wikipedia – Panenský Týnec
Wikipedia – Agnes von Böhmen
Wikipedia – Klarissen
Wikipedia – Hussitenkriege
Soňa Thomová, Zdeněk Thoma – Encyklopedie magických míst – Universum, Praha 2018
Olga Krumlovská – Mystická místa Čech a Moravy – Plot, Praha 2010

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